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| 23/09/2009 |
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Hobby-Sucher entdeckt 1500 Gold- und Silberstücke
Arbeitsloser findet Goldschatz der Angelsachsen |
dem Acker des Nachbarn wird der Engländer Terry Herbert fündig. Experten sprechen von einer Sensation.
London. Es ist eine archäologische Sensation, die schon jetzt mit der Entdeckung des Grabmals von Tutanchamun verglichen wird. Ein englischer Hobbyarchäologe ist mit seinem 14 Jahre alten Metalldetektor auf dem Acker eines benachbarten Bauern in Burtwood (Grafschaft Staffordshire) auf den größten je gefundenen Schatz aus der Zeit der Angelsachsen gestoßen. Er besteht aus zahlreichen goldenen und silbernen Kreuzen, Ringen, Verzierungen von Schwertern und vielen anderen Kostbarkeiten - insgesamt sind es fünf Kilo Gold und 1,3 Kilo Silber. Britische Archäologen äußerten sich geradezu enthusiastisch. Der Fund wird das Verständnis von den Angelsachsen, die in England vom 5. Jahrhundert bis zur Eroberung des Gebiets durch die Normannen 1066 herrschten, im neuen Licht erscheinen lassen..
"Das ist ein fantastischer Fund, der aus heiterem Himmel kommt", sagte Roger Bland, der die Ausgrabung leitete. "Er wird dazu führen, dass wir noch einmal neu über das ,Dunkle Zeitalter' nachdenken müssen." Der aus dem 7. Jahrhundert stammende Schatz, den der arbeitslose Terry Herbert (55) bereits vor zwei Monaten fand, besteht aus etwa 1500 Einzelstücken aus Gold und Silber. Manche haben auch noch Einlegearbeiten mit kostbaren Edelsteinen. Sie sind so kunstvoll gearbeitet, dass einige Experten vermuten, die Stücke könnten einem angelsächsischen König gehört haben. Der Fund wurde von einem Untersuchungsrichter offiziell zum Schatz erklärt. Das bedeutet, dass Experten ihn nun genau begutachten und ihn dann einem Museum zum Kauf anbieten. Der Erlös wird zwischen Herbert und dem Besitzer des Feldes geteilt. Der genaue Fundort wird noch aus Furcht vor Plünderern geheim gehalten. Wie viel der Schatz genau wert sei, könne er noch nicht sagen, erklärte Bland. Aber es könnte eine Summe im siebenstelligen Bereich sein.
"Der Fund ist viel aufregender als ein Lottogewinn." Der Schatz sei so groß, dass er nur noch von Gold geträumt habe. "Stell dir vor, du bist zu Hause und jemand hört nicht auf, Geld durch deinen Briefschlitz zu stecken - so war das", sagte Herbert. Ein Experte habe ihm erklärt, das sei so etwas Ähnliches wie die Entdeckung des Grabmals von Tutanchamun.
Der Schatz liegt derzeit in der Birmingham Museum and Art Gallery. Einige Fundstücke sollten heute erstmals ausgestellt werden. "Die Menge an Gold ist beeindruckend, aber viel wichtiger ist die großartige Handwerkskunst", sagte der Archäologe Kevin Leahy, der den Fund katalogisiert. "Das war das Beste, was die angelsächsischen Handwerker leisten konnten. Und sie waren sehr gut."
"Der Schatz und sein Ursprung sind noch lange nicht erforscht", sagte Leahy. "Es sieht aus wie eine Sammlung von Trophäen, aber es ist unmöglich zu sagen, ob es sich um die Beute einer einzigen Schlacht oder einer langen und erfolgreichen militärischen Karriere handelt. Wir können auch nicht sagen, wer die ersten oder letzten Besitzer waren, wer es wem genommen hat und warum es vergraben wurde." Und Bland erklärte, noch gebe es viele Fundstücke, deren Funktion unklar sei. "Da stecken noch viele Geheimnisse drin." |
| 13/03/2009 |
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| Goldgrube im Ärmelkanal |
Schatzsucher Stemm verhandelt mit britischer Regierung über «HMS Victory»
LONDON. Meeresforscher der Schatzsucherfirma Odyssey haben das Wrack der «HMS Victory» zwischen England
und Frankreich aufgespürt -ein Sensationsfund. Dass die «Victory» - eines der grössten und bestbewaffneten
Kriegsschiffe des 18. Jahrhunderts - gefunden wurde, führt Firmengründer Greg Stemm auf die absolute
Verschwiegenheit seiner Crew zurück.
 
«Absolute Geheimhaltung ist der Schlüssel in unserem Geschäft, wenn Sie nicht ein halbes Dutzend andere Firmen
mit Eimern an Ihrem Fundort haben wollen», sagte Stemm in einem Interview auf spiegel.de. Seine Mitarbeiter
hätten seit vier Jahren eine Fläche von 17000 Quadratkilometern Meeresboden im Ärmelkanal abgesucht. Dabei seien
273 Schiffswracks gefunden worden. «Discovery Channel» schätzt den Wert des Wracks mit 100 000 Goldmünzen an
Bord auf eine Milliarde Dollar. Bis mit der britischen Regierung, in dessen Hoheitsgewässern die «Victory» liegt,
ein Abkommen abgeschlossen sei, bleiben die Koordinaten des Wracks geheim. Schliesslich wäre Stemm «sehr überrascht,
wenn der Schatz nicht mehr dort läge». MM.
Indiana Jones der sieben Weltmerre Greg Stemm ist Chef der börsenkotierten Archäologiefirma Odyssey Marine
Exploration und sucht seit zwanzig Jahren in den Weltmeeren nach Schätzen. Kritiker werfen ihm Zerstörung der
Wracks und Störung der Totenruhe vor. |
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